Atelier Voß-Klingler & Klingler
Atelier Voß-Klingler & Klingler

Aktuelles

"agil" - Ateliergemeinschaft im Lappenhof

Seit Mai 2013 teilen sich Claus Klingler (Maler, Bildhauer),  Elke Voß-Klingler (Malerin, Bildhauerin) und Regina Wüstefeld (Bildhauerein) ein Atelier im Windrather Tal. Ausstellungen sowie Beteiligung bei den „Tatorten“ des Kreises Mettmann dokumentieren bei aller Unterschiedlichkeit die Gemeinsamkeiten.

Nordrather Strasse 359, 42555 Velbert - Langenberg

Vom 21.04. (14 -18.00 Uhr) bis 22.04. (11-18.00 Uhr) ist unser Atelier im Rahmen der Neanderland Tatorte für Besucher geöffnet. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie begrüssen dürften.

Um schon einmal einen kleinen Überblick zu bekommen, haben wir für Sie eine Bildergalerie unseres Ateliers zusammen gestellt.

 

                                    "Auf dem Weg"

 

Das Niederbergische Museum Wülfrath zeigt vom 14.01. - 24.03. 2018 die Ausstellung „Auf dem Weg“. Die Ausstellung zeigt Bilder, Objekte und Skulpturen zum Thema: - Vertrieben, Fliehen, Ankommen - aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln.

Da ist zum Einen die Initiatorin dieser Ausstellung, Elke Voß-Klingler, deren Arbeiten die Sichtweise einer mit- und einfühlenden Außenstehenden spiegeln und zum Anderen Abdulkadir Adan Omar, Jusuf Ali Ahmed und Yonas Mehari Temesgen, die stellvertretend für all die stehen, die wirklich„ auf dem Weg“ waren und noch sind. Sie geben mit ihren Arbeiten dem selbst erlebten Leid einen Ausdruck. Die Arbeiten verstehen sich aber auch als ein Zeichen der Hoffnung. Bereits 2015 gab es die ersten Kontakte zwischen den ausstellenden Künstlern, zu einer Zeit als die Farbe die Sprache ersetzen musste. So auch der Titel der damaligen Ausstellung „Mit Farben erzählen“.

 

Um die unterschiedlichen Sichtweisen in dieser Ausstellung zu verdeutlichen, seien hier exemplarisch vier Arbeiten vorgestellt. Elke Voß-Klingler zeigt uns 11 „Schaukästen“,

die wie kleine Monitore das Leid der Flüchtlinge, das uns täglich, sicher geschützt in den eigenen vier Wänden, über die Medien erreicht. Ein Restaurantbesitzer auf Kos sagt da einem Reporter des Deutschen Fernsehens: „Hier ist alles wieder schön sauber, die Touristen können ruhig kommen“. So ist der elfte Schaukasten mit Sonnenschirmen bestückt und der Sandstrand lädt ein zum Bade „alles schön sauber“.

 

Abdulkadir Adan Omar kommt aus Somalia. Seine Farbstiftzeichnung „Kranke Mutter Somalia“ bedarf keiner Interpretation. Im Schatten eines Baumes liegt eine Frau, eingehüllt in ein mit Kreuzen gemustertes, gelbes Tuch. Sie selbst liegt auf einem roten Tuch. Hinter ihr sitzt blau verhüllt ein Kind? Vor ihr Medikamente und ein Becher, vielleicht gefüllt mit Wasser. Zu ihren Füßen ihre Latschen. Verbunden ist die Frau über eine Infusion mit einem Baum. Es hat den Eindruck als nähre der Baum die Erkrankte. Dem Baum selber wurden Äste abgesägt. In der üppigen Krone liest man deutsche Vokabeln und unterhalb einen Satz: Wenn meine Mutter krank ime(?) helfer.

 

Ähnlich heimatverbunden zeigt sich Jusuf Ali Ahmed. Auch er kommt aus Somalia. Seine Skulptur aus gelben Sandstein „Zuhause“ erinnert an ein Nur-Dach-Haus. Jedoch sind die abfallenden glatten Seiten einem Tonnengewölbe nicht unähnlich. Eine Treppe ist in den Stein gehauen und führt ins Innere. Spuren der Zerstörung kennzeichnen die Basis und die Außenwände. Dies Haus ist nicht schön und nicht modern, aber es ist sein Haus. Es könnte auch Heimat heißen.

 

Direkter und schonungsloser zeigt sich Yonas Mehari Temesgen in seinen Arbeiten. Der aus Eritrea stammende Künstler nutzt seine kreativen Fähigkeiten um die traumatisch erlebte Flucht zu verarbeiten. In seinem mit Aquarell- und Stifttechnik entstandenen Bild „How many persons to dead!!! For this way? Führt er uns den Irrsinn einer Flucht über das Mittelmeer vor Augen. Braun- bis Rottöne prägen das Bild vor einer untergehenden Sonne. Der Horizont bleibt unklar. Das, was vielleicht Wolken sind, könnten auch Wellenberge sein. In der Mitte treibt ein mit Menschen überladenes Boot. Die Menschen schemenhaft, schon gestorben? Drum herum Fische, die vielleicht auf Beute hoffen. Und dann das kleine Ruderboot mit einem Menschen an Bord. Ein Retter? Oder doch nur einer, der übrig geblieben ist vom vorigen Transport?

 

Diese Ausstellung ist nicht nur eine Kunstausstellung. Sie macht mit den Mitteln der Form und der Farbe Mitteilung über Erlebtes, gerade da, wo die Sprache zu Versagen droht.

Dauerleihgabe Skulpturen von Elke Voß-Klingler und Claus Klingler

Die gemeinsame Skulpturenausstellung hinter dem erdgeschichtlichen Museum "Zeittunnel" in Wülfrath, im Bochumer Bruch ist zur Zeit in Winterpause, da die im Steinbruch lebenden Fledermäuse den Zeittunnel als Überwinterungsquatier nutzen und nicht gestört werden dürfen. Ab Ende April jedoch sind die 28 Arbeiten, die in Gruppen zu unterschiedlichen Themen zusammengefasst sind, wieder zu besichtigen. www.zeittunnel-wuelfrath.de

Unsere gemeinsame Künstlerwebsite!

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